Parkinsontage in Hetzdorf

Deutschlandweite Parkinsontage in Hetzdorf – 07.April 2017

Tagesthema: Verbesserung der Patientenversorgung

23 Mitglieder unser Gruppe nahmen am 7.4.2017 an dieser Veranstaltung teil. 7.45 Uhr fuhren wir vom Neustädter Bahnhof mit dem Bus nach Hetzdorf und waren gegen 17.30 Uhr zurück. So hatten auch diejenigen, die sich nicht so gut fortbewegen können, die Möglichkeit daran teilzunehmen.

Der Saal war voll – etwa 400 Mitglieder von Parkinsonselbsthilfegruppen aus Sachsen aber auch aus anderen Regionen der BRD, sowie eine Delegation der tschechischen Parkinsonvereinigung „Help“.

Wir hatten zwar 28 Plätze bestellt, dafür war jedoch nur 1 Tisch zur Verfügung. An einem benachbarten Tisch wurden uns noch Plätze angeboten. Weitere Plätze fanden wir noch bei den nichtreservierten Tischen. Das war ungünstig, dass wir so verteilt waren. 

Das Programm war mit vielen Themen sehr gefüllt. So war es für uns schwierig den Ausführungen zu folgen, geschweige denn etwas zu notieren.

Ich möchte trotzdem versuchen einige Schwerpunkte aufzuführen:

Typische Gangstörungen und deren physiotherapeutische Behandlungsansätze (Frau Böck, Physiotherapeutin aus Augsburg)

Normal ist:

- Eine aufrechte Haltung

- Freie Gelenke

- Muskelkraft (besonders beansprucht beim langsamen Gehen)

- Koordination (Gleichgewicht, gut bewegliche Füße, Muskelkraft)

- Vorausschauend gehen

Beim Parkinson treten jedoch hierbei Störungen auf

- Wann treten Probleme auf

- Welche Fähigkeiten sind eingeschränkt

- Mit diesen Angaben kann vom Arzt ein individueller Befund erstellt werden. Dieser ist notwendig, damit die Behandlungen mit den Physio- und Ergotherapeuten erfolgreich sein können

- Wichtige Elemente sind dabei das Laufband und der Crosswalker

Neue Medikamente in einem modernen Behandlungskonzept (Dr. Oelwein aus Gera)

Dazu hatten wir bei unserem Runden Tisch mit Prof. Reichmann bereits viele Informationen erhalten

Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln bei Parkinson-Patienten

Bedeutung der Familie bei der Patientenversorgung

Fahrtauglichkeit bei der Parkinsonerkrankung

Auch zu diesem Thema hatten wir unseren „Runden Tisch“

Die S3-Behandlungsleitlinien Parkinson aus der Sicht der Patienten (Magdalene Kaminski, 1. Vorsitzende der Dpv)

Leider hatte sie nur 15 min. Redezeit – hätte für dieses Thema aber 1h gebraucht.

Diese Leitlinie ist für den Arzt eine Empfehlung für die Diagnostik

Dabei sollte gemeinsam mit dem Patienten sein individuelles Behandlungskonzept erstellt werden

Das betrifft die Medikamente, Physio-, Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie

Tanz – als wichtigste Methode für Parkinsonpatienten (hierzu informierte uns eine tschechische Ärztin)

o Die Bewegungsfähigkeit muss beachtet werden

o Beweglichkeit soll erreicht werden

o Es hat Einfluss auf das Nervensystem

o auf unsere Haltung

o Beherrschung des Körpers

o Gemeinschaftsaspekt

Patientenkreativität im Alltag – dazu stellte Matthias Brade einige Patienten mit ihren Hobbies vor

o Malen

o Schnitzen

o Akkordeonspielen

o Singen

 

(Text: Ingrid Jopp)